[T:] [x-list] Faszination Kuba in der WLB in S

Karl Dietz karl.dietz at online.de
Thu Mar 15 16:05:38 CET 2007


-------- Original-Nachricht --------
Betreff: [x-list] Faszination Kuba in der WLB in S
Datum: Thu, 15 Mar 2007 15:59:18 +0100
Von: Karl Dietz <karl.dietz at online.de>
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7.3.--19.5.
Stuttgart Faszination Kuba in der Landesbibliothek. Literatur und
Kultur 1492--2006 Württembergische Landesbibliothek



ff.

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Kuba
fasziniert – damals wie heute. Schon Christoph Kolumbus und
Alexander von Humboldt, der während seiner amerikanischen
Forschungsreise in den Jahren 1800/01 und 1804 mehrere Monate auf
Kuba verweilte und dort das geographische Werk „Essai politique
sur l?île de Cuba“ erarbeitete, waren von der
Schönheit der Insel in den Bann gezogen. In der Gegenwart nähren
die Erinnerungen an Che Guevara und Hemingway, die Person Fidel
Castros, die marode Pracht von Havanna, alte Straßenkreuzer und
der Klang von Salsa und Son den Mythos Kuba. Auch Wim Wenders /Buena
Vista Social Club/ (1999)/ /hat den Kuba-Boom nachhaltig
verstärkt, und dies nicht nur in musikalischer Hinsicht.
Die
Austellung „Faszination Kuba in der Landesbibliothek“
bietet anhand von Beständen der Württembergischen
Landesbibliothek einen Überblick über die bedeutende
literarische Tradition Kubas von der Entdeckung durch Christoph
Kolumbus im Jahr 1492 bis hin zur kubanischen Gegenwartsliteratur und
dem Filmschaffen. Die Literatur Kubas ist auf vielfältige Weise
mit der historischen und kulturellen Wirklichkeit des Landes
verwoben. Die koloniale Vergangenheit wie auch die revolutionären
Umwälzungen im Jahr 1959 sind prägende Faktoren des
kubanischen Literaturschaffens. Mit José Martí, Alejo
Carpentier, Nicolas Guillén, José Lezama Lima,* *Guillermo Cabrera 
Infante, Miguel Barnet und Reinaldo Arenas* *hat die Zuckerrohrinsel 
Schriftsteller von Weltrang
hervorgebracht, die sich in ihren Werken nicht nur mit der eigenen
Geschichte und den kulturellen Wurzeln kritisch auseinandersetzen,
sondern darüber hinaus auch ästhetische Modelle der
Identität und Alterität entwerfen und somit aktiv an dem
politisch-kulturellen Identitätsdiskurs Lateinamerikas seit
Mitte des 19. Jahrhunderts partizipieren. Die Gegenwartsliteratur
seit den 1990er Jahren wiederum bietet spannende Einblicke –
jenseits von Mythos und Klischee – in eine soziale und
politische Realität, die den Alltag in Fidels Tourismusparadies
ungemein trübt.





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