[DSW] Niedersachsens Politiker wollen Anglizismenflut bekämpfen

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Fr Jan 11 09:09:46 CET 2008


DEUTSCHE SPRACHWELT
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- PRESSEMITTEILUNG -

Niedersachsens Politiker wollen Anglizismenflut bekämpfen

Erlangen, 11. Januar 2008 – Eine große Mehrheit der Bewerber zur
bevorstehenden niedersächsischen Landtagswahl will Anglizismen
zurückdrängen. Das läßt sich aus der Befragung „Sprachprüfsteine“ der Aktion
Deutsche Sprache (ADS) schließen. Die DEUTSCHE SPRACHWELT stellte heute die
Ergebnisse vor. „Erfreulich ist, daß das Sprachbewußtsein offenbar
parteienübergreifend wächst“, erklärte der Chefredakteur der Sprachzeitung,
Thomas Paulwitz. Daher könne man keine Wahlempfehlung aussprechen, auch wenn
es unter den Parteien unterschiedliche Neigungen gebe. Jeder Wähler müsse
zudem prüfen, ob den Worten auch Taten folgten. Die ADS befragte von
November 2007 bis Anfang Januar 2008 insgesamt 380 Kandidaten der vier
Landtagsparteien. 105 antworteten, wobei 35 Prozent der FDP-Bewerber
teilnahmen. Diese waren damit auskunftsfreudiger als CDU (28%), SPD (26%)
und Grüne (23%).

81 Prozent der Antwortenden wollen in ihrer künftigen Parlamentsarbeit dafür
eintreten, „die Flut von Anglizismen einzudämmen“. Bei CDU (96%) und SPD
(97%) ist die Bereitschaft dazu am größten, bei den Grünen am geringsten
(40%). Eine niedersächsische Entsprechung zur Initiative „Sprachlicher
Verbraucherschutz“ der CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten um Julia Klöckner
würden 71 Prozent unterstützen. Am stärksten ist hier der Rückhalt wiederum
bei CDU (92%) und SPD (90%), am geringsten bei den Grünen (35%).

Eine Mehrheit von 60 Prozent lehnt jedoch einen eigenen Grundgesetzartikel
zur deutschen Sprache ab. Befürworter gibt es mehrheitlich nur in der CDU
(50%), während die SPD-Bewerber dieses Ansinnen am deutlichsten ablehnen
(87%). Für den frühen Unterricht in einer Fremdsprache treten 84 Prozent der
antwortenden Kandidaten ein, am stärksten in CDU und SPD mit über 90
Prozent. Die Rechtschreibung in der überarbeiteten Fassung von 2006 halten
nur 20 Prozent der antwortenden Politiker für gelungen, eine Mehrheit lehnt
sie ab, am stärksten die FDP-Bewerber (77%). Bei den SPD-Bewerbern trauen
sich in dieser Frage 52 Prozent kein Urteil zu.

Alle Ergebnisse der Sprachprüfsteine:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/wahl/niedersachsen_08.pdf

Deutschpflicht für Politiker:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/politiker.shtml

Pressemitteilung:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2008-01-11.shtml


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Die DEUTSCHE SPRACHWELT http://www.deutsche-sprachwelt.de ist mit rund
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erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig
wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für
ein neues Sprachbewußtsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die
Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

Schriftleitung: Thomas Paulwitz
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